Chronik

Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde Dagmersellen

Bereits im Oktober 1899 wurde in Dagmersellen der erste reformierte Gottesdienst im Büro der Firma Offenhäuser, nachher Firma Wettstein, abgehalten. Betreut wurden die Gläubigen durch Pfarrhelfer von Zofingen.

Im April 1903 gründeten die Reformierten Christen aus Dagmersellen und Umgebung eine „Protestantische Genossenschaft“. Mit der Zeit haben sich auch die Nachbargemeinden Altishofen, Buchs, Nebikon, Ebersecken und Uffikon der Genossenschaft angeschlossen.

1919 – 1966 gemeinsames Pfarramt in Reiden

Am 2. Mai 1919 konnte in Reiden, mit Unterstützung des Hilfsvereins Baselstadt, ein gemeinsames Pfarramt für Reiden und Dagmersellen errichtet werden.

Der Mangel an geeigneten Versammlungsräumen und einer Pfarrwohnung bewog die Vorstände beider Gemeinden an den Hilfsverein Baselstadt ein Gesuch um die Konfirmandengabe für einen Betsaal in Dagmersellen und ein Gesuch um die Reformationskollekte für ein Gottesdienstlokal und eine Pfarrwohnung in Reiden, zu richten.

Das Hilfegesuch aus Dagmersellen muss in Basel sehr positiv aufgenommen und behandelt worden sein. Bereits am 5. Oktober 1924 fasste die Generalversammlung der „Protestantischen Genossenschaft“ den Beschluss, in Dagmersellen eine kleine Kirche zu bauen und beauftragte den Architekten Armin Meili aus Luzern mit der Planung und Bauleitung. 1926 erfolgte die Einweihung der Kirche. Für die Einteilung der Kirchgemeinden wurden die bestehenden Strukturen weitgehend berücksichtigt. Der Kirchgemeinde Dagmersellen wurde neu die Gemeinden Altbüron und Grossdietwil zugeteilt.

Durch das starke Wachstum der beiden Kirchgemeinden Reiden und Dagmersellen anfangs der Sechszigerjahre wurde der Pfarrer von Reiden vermehrt mit Arbeit überlastet. Da Reiden und Dagmersellen bereits unabhängige Kirchgemeinden bildeten, einigten sich die beiden Kirchenvorstände dahingehend, dass Dagmersellen ein eigenes Pfarramt errichten solle.

Das Pfarramt Dagmersellen in Nebikon

Der Kirchenvorstand Dagmersellen versuchte nun ein eigenes Pfarramt zu errichten. Er bat die Nachbargemeinden Schötz, Egolzwil und Wauwil unserer Kirchgemeinde beizutreten, damit die Zahl von nur ca.480 Mitgliedern erhöht und das Gemeindegebiet arrondiert werden könnte. Im Jahr 1973 ist jedoch nur Schötz beigetreten. Egolzwil und Wauwil wollten bei Sursee bleiben.

1966 begann der erste eigene Pfarrer von seinem Domizil in Nebikon aus, seine etwa 500 Seelen zu betreuen.

Schon bald erwachte der Wunsch nach einem eigenen Pfarrhaus in Nebikon als zentral gelegenen Ort. Am 28. April 1968 genehmigte die Kirchgemeindeversammlung, das von einer Baukommission und dem Architekten Werner Leuenberger vorgelegte Pfarrhausprojekt in Nebikon und im Oktober 1969 konnte das neue Pfarrhaus bezogen werden.

In der Kirche wurde im Herbst 1974 einen Innenrenovation durchgeführt. Diese wurde durch eine Baukommission und dem Architekten Hanspeter Sager aus Brittnau geleitet. Die herrlich farbigen Fenster schuf Heinz Bürger, Brittnau, welcher auch bei der farblichen Gestaltung beraten hat. Die künstlerische Ausstattung und der Abendmahlstisch sind Schöpfungen von Edi und Susanne Scheidegger, Dagmersellen. Die Einweihung erfolgte am 23. Februar 1975. Gut 10 Jahre später, im September 1986, erfolgte der Einbau der neuen Orgel durch die Firma Heinrich Pürro, Willisau.

Im Sommer 1987 musste die Kirche einer Aussenrenovation unterzogen werden, wobei grossenteils Verputz-und Malerarbeiten auszuführen waren, und 1991 konnte der Behinderten-Eingang mit Treppenlift und Vorraum gebaut werden.

Am 24. September 2000 konnte der von Susanne Flütsch-Scheidegger entworfene und gestaltete Taufstein mit einer Taufe während des Gottesdienstes feierlich eingeweiht werden.

Das Pfarrhaus in Nebikon wurde im Jahr 2003 renoviert. Am 18. Januar 2004, bot sich die Gelegenheit, das umgebaute und renovierte Pfarrhaus der Öffentlichkeit zu zeigen.

Zur reformierten Kirchgemeinde Dagmersellen gehören heute cirka 1350 Mitglieder aus den Gemeinden Altbüron, Altishofen,  Dagmersellen mit Uffikon und Buchs, Ebersecken, Grossdietwil, Nebikon und Schötz.